Nov 16 2009

Talent Management ist gerade in Krisenzeiten gefragt

Geschrieben von: TTS [Zusammenfassung Vortrag von Dr. Rolf Zajonc beim TTS Knowledge Transfer Forum 2009] in Talent Management

Dr. Rolf Zajonc, Managing Partner TTS Talent Management GmbH, über „Projekte – Rück- und Ausblicke“

Rolf Zajonc

Dr. Rolf Zajonc: „Im Vordergrund steht immer der Mensch.“

Doch was ist Talent Management eigentlich?

  • Talent Management bezeichnet die Gesamtheit personalpolitischer Maßnahmen in einer Organisation zur langfristigen Sicherstellung der Besetzung kritischer Rollen und Funktionen.

Besteht darin noch weitgehende Einigkeit, betonte Dr. Zajonc, dass er seinen Vortrag zudem auf folgende Aspekte aufbaut:

  • Talent Management ist kein Elite-Ansatz, sondern bezieht sich zunehmend auf die Gesamtheit der Akteure in einer Organisation.
  • Talent Management mit seinen Aufgaben des Findens – Förderns – Haltens von Mitarbeitern ist als existenziell im Bewusstsein des Senior Managements angekommen.

Doch was ist am Markt eigentlich gefragt, wenn es um Talent Management geht? In der Talent Management Suite von SAP gibt es einen Zyklus, der die Komponenten Attract & Acquire (Finden von Mitarbeitern), Performance Management (Jahresgespräche), Compensation (Bezahlung), Talent Assessment (Mitarbeiterbewertung), Talent Review Meetings (Ableitung der daraus resultierenden Maßnahmen), Succession Planning (Nachfolgeregelung) und Education&Development (Aus- und Weiterbildung) umfasst. Dabei geht es aber nicht nur darum, die sogenannten Goldfische zu finden und entsprechend zu hegen. „Talent Management betrifft alle Mitarbeiter, schließlich gibt es in jeder Ebene Talente“, zitierte Zajonc einen VP Organisational Development eines globalen Players in der Konsumgüterindustrie. Und um diese zu definieren, muss man entsprechende Prozesse, aber heutzutage eben auch IT implementieren, um dann Talent Management in verschiedenen Bereichen und Ländern sukzessive ausbauen. Dabei steht die Qualitätssteigerung der Angebote und des Datenmaterials immer im Vordergrund, um das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen. War man in der Vergangenheit noch damit beschäftigt, Verbesserungen im operativen Tagesgeschäft vorzunehmen, also die Personalabteilungen zu entlasten, was Bewerberverwaltung, Trainingsadministration, Entwickeln von Karrierepfaden, HiPo-Programmen und Beurteilungssystemen betrifft, liegt die Zukunft laut Zajonc in anderen Bereichen. Talent Management muss seiner Meinung nach ein strategisches Instrument der Organisationsentwicklung werden. Dazu gehören Kompetenz- und Skill-Management, ein kontinuierliches Assessment, die Verbreiterung der detaillierten Karriereplanung, Personal Dashboards und insbesondere Human Capital Analytics. „Im Zuge des Strategic Workforce Planning wird Kompetenz- und Skill-Management in den kommenden Jahren erneut, aber aussichtsreicher als in der Vergangenheit im Fokus stehen“, ist sich Zajonc sicher. Dazu trägt nicht zuletzt die durch Self Services erhöhte Transparenz und Qualität der organisatorischen Daten bei. Doch was ist Skill Management? Einfach ausgedrückt ist es der Abgleich zwischen dem, was das jeweilige Unternehmen braucht und dem, was die Mitarbeiter zurzeit leisten können. Dies bedarf einer sorgfältigen Analyse des Status Quo, um die sogenannte Competence Gap zu erkennen und mit den entsprechenden Maßnahmen schließen zu können. Daraus entsteht dann eine kompetenzbasierte Entwicklungsplanung. „Eins dürfen wir aber nicht vergessen“, mahnt Zajonc zum Abschluss, „im Vordergrund steht immer der Mensch. Keiner besetzt Positionen nach Leistungskatalogen. Diese können nur als Modell und Hilfestellung dienen.“

Die Originalpräsentation steht als Download zur Verfügung; bitte melden Sie sich im ersten Schritt unter My TTS an.

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Der Artikel ist eine Zusammenfassung des Vortrags im Rahmen des TTS Knowledge Transfer Forums vom 18. Juni 2009 in Heidelberg. Kommentare werden durch TTS moderiert.

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