Nov 02 2010

Global einheitliches Lernen

Geschrieben von TTS [Zusammenfassung Gastvortrag von Dr. Matthias Geselle beim TTS Knowledge Transfer Forum 2010] in Software

Dr. Matthias Geselle, Senior Director Global Business Process and Data Management, gab Einblicke in den Aufbau einer globalen Trainingsplattform für SAP-Einführungsprojekte bei der Merck KGaA.

Dr. Matthias Geselle: „Für den Erfolg eines Trainings entscheidend ist nicht nur die Durchführung, sondern auch die Trainingsvorbereitung, -planung bis hin zur Lernkontrolle.“

Dr. Matthias Geselle: „Für den Erfolg eines Trainings entscheidend ist nicht nur die Durchführung, sondern auch die Trainingsvorbereitung, -planung bis hin zur Lernkontrolle.“

Das weltweit tätige Pharma- und Chemieunternehmen Merck mit rund 40.000 Mitarbeitern in 64 Ländern entschied im Jahr 2004, weltweit standardisierte und harmonisierte Geschäftsprozesse auf Basis eines globalen SAP Templates zu etablieren. Der dadurch entstandene Schulungsbedarf der Mitarbeiter sollte durch 1.200 sogenannte „Learning Objects“ gedeckt werden, die als Basis für die Schulungsunterlagen in den Rollout-Projekten dienen sollte. Eine zentrale und einheitlich strukturierte Ablage der Trainingsmaterialien existierte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Und auch die Planung und Durchführung der Trainingsaktivitäten erfolgten in jedem Projekt individuell, basierend auf den Erfahrungen vorangegangener Projekte. „Da es weder für die Vorbereitung noch für die Durchführung der Trainings eine einheitliche Vorgehensweise gab, war der Aufwand für die Erstellung der Trainingsunterlagen sowie der Trainingsvorbereitung und –durchführung entsprechend hoch“, beschrieb Dr. Geselle die Ausgangsproblematik. Aufgrund der Zunahme parallel laufender Projekte und einer geforderten Verkürzung der Projektlaufzeit war es notwendig, die Trainingsstrategie anzupassen.

Globales Lernen erfordert eine einheitliche Trainingsstrategie

Die bisherigen Erfahrungen hatten gezeigt, dass eine Standardisierung der Werkzeuge und Methoden notwendig war. “Ab Mitte 2008 haben wir dann begonnen, die Unterlagen zu standardisieren und eine globale Trainingsbibliothek aufzubauen“, berichtete Dr. Geselle. Diese Bibliothek ist das Herzstück der neuen Trainingsstrategie. In ihr werden alle globalen Trainingsmaterialien, die für die Präsenzschulungen in den Rollout-Projekten benötigt werden, in einer einheitlichen Qualität und Struktur bereitgestellt. Die Bibliothek sollte vor allem für die Nutzer einfach zugänglich sein. Ziel war die Strukturierung der Unterlagen nach Weiterlesen–>

Apr 08 2010

Die Supply Chain des Wissens bei Conrad Electronic

Geschrieben von Jörg Geulen in Software, Training & E-Learning

Die Prozessdokumentation des bekannten Elektronikversenders wurde unter Berücksichtigung der verschiedenen Zielgruppen komplett neu gestaltet. Zusammen mit der TTS GmbH baute Conrad Electronic eine Supply Chain des Wissens auf, bei der die entwickelten Ideen zur gelebten Realität wurden.

Dazu Georg Thoma, Bereichsleiter bei Conrad Electronic SE: „Anfangs wollten wir Qualität haben und ein paar Prozesse verändern, herausgekommen ist in der Konsequenz eine komplette Umstrukturierung im gesamten Unternehmen. Die zusammen mit TTS entwickelten Ideen wurden zur gelebten Realität und die größten Zweifler wurden letztendlich zu den stärksten Befürwortern.“

Conrad Electronic SE

Conrad Electronic SE

DER KUNDE

Conrad Electronic wurde 1923 in Berlin gegründet, seit 1946 liegt der Firmensitz im oberpfälzischen Hirschau. Seit vier Generationen ist der bekannteste Elektronikversender Deutschlands inhabergeführt. Dabei sieht sich Conrad mit mehr als 150.000 Artikeln aus der gesamten Welt der Technik weit umfangreicher aufgestellt als Elektrohändler, die sich lediglich auf hoch konsumige Elektronik ausgerichtet haben. Obwohl die B2B-Sparte am stärksten wächst, kommt Conrad klassisch aus dem B2C-Bereich mit 5,1 Millionen Kunden, Der moderne Multichannel-Anbieter verkauft seine Produkte sowohl über das Internet als auch in Filialen und per Katalog. Insgesamt ist Conrad in über 100 Ländern der Welt aktiv, wobei sämtliche Warenströme und die Distribution in die einzelnen Länder allein über das internationale Logistikzentrum in Wernberg laufen. Dort werden täglich bis zu 40.000 Pakete verschickt, das jährliche Versandvolumen liegt bei 6,7 Mio. Sendungen mit rund 120 Mio. Artikeln.

DIE HERAUSFORDERUNG

Die Begriffe „Prozessdokumentation“ und „Key User“ waren bei Conrad durch vorherige, nicht optimal verlaufene Projekte negativ besetzt. Im Vorfeld galt es, das Management, die direkt betroffenen Mitarbeiter und die Anwender davon zu überzeugen, Weiterlesen–>

Aug 13 2009

Globale Wissensvermittlung – schnell und effektiv

Geschrieben von TTS [Zusammenfassung Gastvortrag von Heiko Held beim TTS Knowledge Transfer Forum 2009] in Software

Heiko Held, Training Manager bei Henkel, zeigte auf, wie E-Learnings zur Unterstützung des weltweiten Wissenstransfers eingesetzt werden

Heiko Held: „Human Capital ist bei Henkel ein hochgeschätzter Wert“

Heiko Held: „Human Capital ist bei Henkel ein hochgeschätzter Wert.“

Henkel stand vor einem Problem: Trotz sinkender Mitarbeiterzahlen blieb die Teilnehmeranzahl in den Präsenztrainings konstant hoch. Bei der Frage, wie man hier Kosten einsparen könnte, stieß man 1998 schnell auf E-Learning. Die zarte Pflanze wuchs, je mehr Nutzer Zugriff auf einen PC hatten.

Weiterbildung spielt bei Henkel eine große Rolle und man konzentriert sich auf vier Kategorien, nämlich Leadership & Management, Business Communication, Information Technology (IT) und Professional Competence. Alle Trainings unterliegen bei Henkel bestimmten Standards, damit weltweit die gleichen Inhalte auf dem gleichen Level geschult werden. Eine Re-Recording Funktion, um die Lerninhalte in die einzelnen Sprachen zu übersetzen, war deshalb eine der Grundvoraussetzungen, die das E-Learning Tool erfüllen musste. Das E-Learning selbst wird immer in Blended Learning Konzepten durchgeführt, also einer Mischung aus Präsenztrainings und E-Learning. Zu den Besonderheiten gehört auch, dass mit externen Trainern gearbeitet wird, welche die von Henkel vorgegebenen Lerninhalte vermitteln müssen. Zudem werden weder Schulungsunterlagen noch Handbücher ausgegeben. Diese stehen als E-Learning (nicht als Download!) auf der Lernplattform bereit. Lernen durch Tun ist hier die Devise.

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