
Christoph Bosshard: „Wir sind dabei, uns intensiv auf die neue Lerngeneration vorzubereiten und nutzen dafür Lernformen wie mobiles und virtuelles Lernen.“
Kenntnis- und abwechslungsreich berichtete Christoph Bosshard, Personalentwicklung Corporate Center bei der Zürcher Kantonalbank, im zweiten Vortrag zu Talent Management von den Herausforderungen an die Personalabteilung einer Kantonalbank in der Schweiz. Mit über 5.000 Mitarbeitern ist die Zürcher Kantonalbank (ZKB) die drittgrößte Schweizer Bank. Die Personalentwick-
lung versucht, gesellschaftliche und technische Trends früh zu erkennen und in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu integrieren. Besonders spannend daran ist die Experimentier-
freude der Personalentwickler, die damit in der Vergangenheit bereits gut gefahren sind und wichtige Erfolge erzielt haben.
Besonderen Wert legt die traditionsreiche Bank in punkto Personalentwicklung auf den Austausch mit anderen Experten. Deshalb arbeitet sie mit vielen Firmen zusammen, unter anderem mit der TTS GmbH. Für das Verständnis der Lernmethoden bei der ZKB ist deren spezifische Unternehmenskultur wichtig, die Bosshard als familiär beschreibt. Lange Betriebszugehörigkeiten sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. „Bei uns heißt es, dass man ab einer Zugehörigkeit von 20 Jahren den „Greenhorn“-Status verliert“, scherzte er. Besonderheiten im Unternehmen sind sicherlich die Anti-BlackBerry-Kultur und die Unternehmenssprache, die im Vergleich zu anderen Banken nicht Englisch, sondern Schweizerdeutsch ist. Eine der derzeit großen Herausforderungen für die Bank ist, dass das Lernen als solches nach dem 35. Lebensjahr der Mitarbeiter zurückgeht. Das zu ändern, hat sich die Bank auf die Fahne geschrieben – Stichwort: lebenslanges Lernen. Eine zweite Herausforderung ist die neue Generation der Lernenden, die mit digitalen Medien groß geworden sind und daher die Entwicklung neuer Lernmethoden erforderlich macht.
Herausforderungen bei der Personalentwicklung
Die ZKB stellt jährlich über zehn Millionen Schweizer Franken für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zur Verfügung. An diesem hohen Betrag, im Vergleich zur Größe der Bank, ist der große Stellenwert der Mitarbeiterentwicklung deutlich erkennbar. Nicht immer lief alles reibungslos: 2007 wurde SAP Learning Solution (LSO) 600 eingeführt. „Bedauerlicherweise war die Personalentwicklung in diesen Prozess nicht direkt eingebunden“, so Bosshard. Die nicht koordinierte Einführung der neuen LSO führte zu diversen Problemen, hauptsächlich weil sich die Mitarbeiter nicht mehr zurechtfanden. Auch bei den Web Based Trainings (WBTs) gab es Probleme mit Weiterlesen–>

Stefan Wanner (Lernsystem-Entwickler Know How AG), Hartmut Dollmann (Produktionsleiter Know How AG) „Wir sind nicht nur zufrieden mit unserem Endprodukt, sondern auch sehr zufrieden mit unserer Entscheidung für die TT Knowledge Force.“
Die Vortragsreihe Knowledge Technologies wurde von Hartmut Dollmann (Produktionsleiter) und Stefan Wanner (Lernsystem-Entwickler) von der Know How AG eröffnet. In einem abwechslungsreichen und praxisnahen Bericht brachten die beiden Referenten dem Publikum nahe, wie sie mit Hilfe der TT Knowledge Force (TTKF) innerhalb von zwölf Monaten den Inhalt von 200 Lernstunden für Office 2010 erstellt haben. Da Unternehmen in regelmäßigen Abständen auf ein neues Office-Release umstellen, müssen die Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit für die neuen Versionen fit gemacht werden – kein Problem mit dem neuen Lernprogramm der Know How AG.
TT Knowledge Force (TTKF) als ideales Instrument für das Projekt
Als Anbieter von Lernprogrammen und Software für Standardlernprogramme entwickelte die Know How AG ein Gesamtqualifizierungskonzept für Office 2010 (im Vergleich zu der Version von 2003). Ausgangspunkt waren die verschiedenen Zielgruppen, vom Einsteiger über Umsteiger und Fortgeschrittene bis hin zum Experten: Jeder Lerner benötigt spezifisch aufbereitetes Material, das er sich über zwei Kanäle besorgen kann. Zum Einen gibt es die Möglichkeit, im Lernprogramm selbst zu lernen, zum Anderen kann aber auch direkt aus der Echtanwendung gelernt werden.
Mit der TT Knowledge Force wurden die gesamten Lerninhalte in Form von E-Learnings produziert. TT Knowledge Force-Spezialist Stefan Wanner erläuterte, warum sich die Know How AG nach eingehender Prüfung der zur Verfügung stehenden Tools für die Software Suite von TTS entschieden hat. Zunächst wurden drei Hauptanforderungen an das Instrument festgelegt: Erstens musste das Tool Weiterlesen–>
TTS schulte im Rahmen der SAP-Einführung die Autoren der weltweit agierende Weinkellerei Torres fachlich und übernahm erfolgreich das begleitende Coaching.

Weinkellerei Torres in Villafranca del Penedès (Katalonien)
DER KUNDE
Die weltweit exportierende spanische Weinkellerei Torres mit Sitz in Villafranca del Penedès (Katalonien) wurde im Jahre 1870 durch die Brüder Jaime und Miguel TORRES-VENDRELL gegründet und umfasst rund 1.000 Hektar Rebfläche. Das Unternehmen ist bis heute in Familienbesitz und beschäftigt in Spanien sowie bei Tochterunternehmen in Chile, Großbritannien, Schweden, China, Indien, den USA und auf den Philippinen 850 Mitarbeiter. Die Kellerei gilt als eine der modernsten der Welt. Die internationale Reputation der Bodega Torres gründet sich auf innovativer Experimentier-Freudigkeit, außergewöhnlicher Weinbereitungsmethoden, ausgefeilter Marketing-Strategien und strenger Qualitäts-Kontrollen.
DIE HERAUSFORDERUNG
Die spanische Weinkellerei Torres plante die Einführung des ERP-Systems SAP R/3 mit den Modulen Finanzen, Logistik, Sales und Produktion. Torres-Autoren sollten E-Learnings und Dokumentation erstellen, um rund 350 Mitarbeiter Schritt für Schritt in mehrstufigen Trainingseinheiten am Arbeitsplatz auf die Einführung des neuen ERP-Systems vorzubereiten. Die Herausforderung für TTS: Die schnelle Schulung der Torres-Autoren bezüglich der technischen Handhabung sowie der konzeptionellen Planung der mehrstufigen Lerneinheiten.
DIE LÖSUNG
Torres setzte bei der SAP-Einführung auf Mitarbeiterschulungen durch E-Learnings, die die Endanwender schrittweise auf das neue System vorbereiteten. So erstellten rund 15 Torres-Autoren mit dem Autorentool der TT Knowledge Force WBTs und Handbücher, die den Mitarbeitern über das Intranet zur Verfügung gestellt wurden – weit vor dem „Go-Live“ des Systems. Da das Autorenwerkzeug mit seiner eingebauten Re-Recording-Funktion die schnelle und kostengünstige Weiterlesen–>