Sep 01 2009

E-3 Kolumne – September 2009

Geschrieben von: Jörg Geulen in SAP Community
Jörg Geulen

Jörg Geulen

Hallo und guten Tag!

Wissen Sie, dass dies die erste Kolumne meines Lebens ist? Broschüren, Newsletter, Fach- und PR Berichte habe ich in meiner Karriere schon einige geschrieben, aber Kolumnen…Meine Frau lachte nur und meinte, sie drücke mir die Daumen, dass ich so berühmt werde wie Carrie Bradshaw, die Kolumnisten und Hauptprotagonistin aus der TV Serie „Sex and the City“.

Hmm, interessant. Jetzt weiß ich, was ein befreundeter Journalist meinte, als er darauf hinwies, dass man beim Schreiben einer Kolumne automatisch einiges von und über sich preisgibt. Kaum zwei Sätze geschrieben und schon sind die ersten beiden Geheimnisse zu meiner Person gelüftet. Also ganz offiziell: Zum einen bin ich beruflich als Marktingleiter in einem Wissenstransferunternehmen im SAP Umfeld unterwegs, zum anderen glücklich mit einer Frau verheiratet, die früher ab und an „Sex and the City“ gesehen hat. Wie man also sieht, muss das eine nicht das andere ausschließen :-)

Wobei Sie sicherlich auch schon festgestellt haben, dass, wenn man eine Geschäftsbeziehung mit SAP eingegangen ist, es verdammt viele Parallelen zu einer Ehe oder Lebenspartnerschaft gibt. Erinnern Sie sich vielleicht auch noch, wie Ihre Beziehung anfing? Das heftige Umwerben, die lodernde Begeisterung und Leidenschaft, die schlussendlich in der „Verbindung für´s Leben“ endete. Vorher noch einen Vertrag abgeschlossen, damit das Buschfeuer der Liebe nicht in einem schnell verglühenden Strohfeuer endet, der Traum nicht wie eine Seifenblase zerplatzt oder in einem Alptraum endet.

Und irgendwann beginnt der Alltag das Miteinander zu dominieren. Versprechungen werden nicht bzw. nur teilweise eingehalten, getroffene Abmachungen werden modifiziert, Zielsetzungen umgestoßen oder verschoben, die anfänglichen übersehenen Problemzonen immer offensichtlicher. Spätestens an diesem Punkt sind beide Parteien gefragt, sich aktiv zusammenzusetzen und offen miteinander zu reden. Einzige Voraussetzung zur erfolgreichen Weichstellung: aktives Zuhören und für neue Vorschläge und Lösungsansätze offen sein. Vielleicht haben sich zwischenzeitlich Gegebenheiten verändert und man hat schlichtweg vergessen, den Anderen über seine neuen Ziele bzw. Zielsetzungen zu informieren, so dass man einfach aneinander vorbei kommuniziert hat?

Denn das Auflösen einer Beziehung stellt meistens immer die Schlechteste aller Alternativen dar. Alleine die vertane Zeit, Energie und der Verlust des bisherigen finanziellen Engagements lassen dies wirklich nur als letzte Möglichkeit zu. Oftmals setzt ein reinigendes Gewitter und eine offene Aussprache wieder positive Energien frei – als neu erstarkte Plattform für weitere lange gemeinsame und beidseitig zufriedene Jahre.

An dieser Stelle überlasse ich es Ihnen zu entscheiden, ob ich hier gerade eine Lebenspartnerschaft ODER eine Kunden-/SAP-Beziehung skizziert habe. Bleibt jetzt nur noch die Frage des „Fremdgehens“ zu klären. Steckt man noch am Anfang der Beziehung, ist dieser Gedanke sicherlich abwegig, aber…

Tja, vielleicht könnte das ein Thema für eine der nächsten Kolumnen werden. Auf der anderen Seite dürfte sicherlich der DSAG Jahreskongress für einigen Gesprächsstoff sorgen – diesmal mit Léo Apotheker in der Hauptrolle. Vielleicht nicht ganz so aufregend wie die Darstellerinnen bei „Sex and the City“, aber sicherlich in seiner Position als neuer „Mr. Big“ mit Spannung erwartet.

Wobei ich hier das dritte Geheimnis lüfte: Ja, wenn es Ihnen gefällt, darf ich hier an gleicher Stelle regelmäßig weitermachen. Also – Ihr Feedback ist ausdrücklich gewünscht. Ich würde mich freuen.

Bis die Tage – und halten Sie die Liebe frisch!

Jörg Geulen

Fachmagazin E-3

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