
Jörg Geulen
E-3 Kolumne Dezember 2009
Hallo und guten Tag!
Endlich ist sie da, die Vorweihnachtszeit! Ich bin gerade von einem langen Heimatwochenende zurück und habe den ersten Glühwein und Eierpunsch genossen. Herrlich! Ich liebe es einfach, wenn sich die Innenstädte mit ihren aufwändigen Weihnachtsbeleuchtungen herausputzen (hoffentlich bestückt mit Energiesparlampen
); der Duft von Glühwein, Zimt und anderen Leckereien in der Luft liegt; Lebkuchen, Domino-Steine und, in meinem Fall, die guten Aachener Printen einem helfen, genügend Speck anzusetzen, um durch den „harten“ Winter zu kommen. Wer weiß schon, was einen erwartet. Kommt Schnee, kommt keiner; ist die Wirtschaft tatsächlich im Aufschwung oder trifft uns doch noch ein erneuter Konjunktureinbruch – alles ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt volkswirtschaftlich ungewiss. Einerseits sind die Auguren noch recht verhalten, andererseits verspüre ich zumindest in unserem Unternehmen eine positive hektische Betriebsamkeit. Die 2009er Endralley hat begonnen, das Jahresendgeschäft läuft auf Hochtouren. Eben bat mich noch ein Vertriebskollege um Marketingunterstützung, damit ein anstehendes Groß-Projekt noch in diesem Jahr unter Dach und Fach gebracht werden kann. So muss oder sollte es sein – ich hoffe auch bei Ihnen. Mein Eindruck ist, dass gerade jetzt noch einige Unternehmen ihr bisher zurückhaltendes Investitionsverhalten ablegen, um die Weichen für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr 2010 zu stellen. Ich drücke fest die Daumen, dass auch Sie diesen Schwung in ihrem Unternehmen verspüren. Wobei ich uns Deutschen an dieser Stelle mal ein Lob aussprechen möchte. Ich war total überrascht über die Einstellung der Menschen während der bisherigen Wirtschaftskrise. Eigentlich hatte ich mehr Stöhnen und Klagen erwartet. Stattdessen bin ich mehrheitlich auf Pragmatiker gestoßen, die mir ihrer Einstellung der bisherigen Situation eher mit einem „Et kütt wie et kütt än et hat och noch immer joot jejannge“ (es kommt wie es kommt und es ist auch noch immer gut gegangen) trotzen, anstelle pausenlos zu stöhnen. Chapeau! Passend hierzu hat mir auch der Text der ersten Weihnachtskarte gefallen, die mich vorgestern erreicht hat. „Wird’s besser wird’s schlechter fragt man alljährlich – seien wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich (Erich Kästner)“.
„Advent, Advent – ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier…“. Für mich stellt sich immer mehr die Frage: Auch bei der SAP? Gehen denen nicht auch langsam ein paar Lichter auf, dass sie endlich ihre Lizenz- und Wartungspolitik in den Griff kriegen müssen? Das leidige Thema Wartung entwickelt sich immer mehr zum Flächenbrand. Nach Deutschland murren nun auch die Schweizer ganz laut. Die SAP Kunden in der Schweiz waren nicht schlecht erstaunt, dass für sie der “Enterprise Support Faktor” sogar noch höher ausfällt als bei uns und den österreichischen Kollegen. Bei diesem geballten Negativ-Feedback aus der Community müsste bei der SAP eigentlich der ganze Weihnachtsbaum brennen…, aber, um bei diesem Bild zu bleiben, für mich sieht es eher so aus, als ob sie abwartend daneben stehen und hoffen, dass das Feuer von selbst erlischt, anstelle aktiv einzugreifen und Schadensbegrenzung vorzunehmen. Aber ich bin ja ein positive denkender Mensch – vielleicht verfährt die SAP nur nach dem Motto – „alles neu macht der Mai“ und präsentiert uns dann den großen Wurf, schließlich „will gut Ding Weile haben“. Andererseits – Ostern steht auch bald vor der Tür. Nur heißt es dann aufpassen, dass uns neben den leckeren Schokoeiern nicht noch ein weiteres SAP Kuckucksei ins Nest gelegt wird.
Bis die Tage – Frohe Weihnachten und auf das Ihre persönlichen Wünsche in Erfüllung gehen!
Jörg Geulen