In unserer heutigen Wissensgesellschaft stellen sich viele Fragen rund ums Lernen. Interessante Antworten gab Prof. Dr. Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie in Ulm und Ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik, im Rahmen des TTS Knowledge Transfer Forums 2011 dem gespannt lauschenden Publikum im Auditorium der Print Media Academy. Die Fachtagung stand unter dem Veranstaltungsmotto “Was Hänschen nicht lernt… Lernt Hänschen wirklich leichter als Hans? Oder ist es nicht so, dass Hans ganz anders lernt?” Anhand zahlreicher Beispiele erläuterte Prof. Dr. Manfred Spitzer in seinem Keynote-Vortrag, wie das menschliche Gehirn funktioniert und welchen Einfluss es auf das Lernen hat.

Prof. Dr. Manfred Spitzer: „Lernen macht glücklich.“
Schon das erste Beispiel verdeutlichte, dass Prof. Spitzer sein Publikum gerne mit provokanten Thesen aus der Reserve lockt. Dazu zeigte er ein Bild von drei Gehirnen, die erstaunliche Abweichungen von einem normalen Gehirn aufwiesen, denn ihnen fehlten große Anteile der Hirnmasse. „Der Witz an diesem Beispiel ist“, kommentierte der Hirnforscher: „Diese drei Menschen sind klinisch unauffällig.“ Unauffällig! Das schien ganz erstaunlich, denn dem ersten Fall – einem jungen Mädchen – wurde im Alter von drei Jahren die Hälfte des Gehirns entfernt. Grund dafür war eine lebensbedrohliche Erkrankung. Vier Jahre später konnte man trotz des Eingriffs keine Einschränkungen der Gehirnleistung des Mädchens feststellen. Sie hatte gelernt, mit einer Gehirnhälfte ihr Leben zu meistern und obwohl der Teil, in dem das Sprachzentrum sitzt, entfernt wurde, spricht das Kind zwei Sprachen fließend. „Wenn Sie ohne Sprachzentrum zwei Sprachen können“, fragte Prof. Spitzer in die Runde, „was können Weiterlesen–>
Prof. Dr. Hans Eberspächer, Professor für Sportpsychologie und Experte für mentales Training, erklärt, wie sich Erkenntnisse aus dem Spitzensport im Berufsalltag nutzen lassen.

Prof. Dr. Hans Eberspächer, Professor für Sportpsychologie und Experte für mentales Training
Erfolg beginnt im Kopf. Misserfolg allerdings auch. Oder „wie einer der großen deutschen Gegenwartsphilosophen, Boris Becker, einmal gesagt hat: Erfolg ist alles mental.“ Kurzweilig und anschaulich erläuterte Prof. Dr. Hans Eberspächer in seinem Vortrag, was einen sogenannten „Top-Performer“ ausmacht. Wie schafft es ein Sportler, genau dann Optimales zu leisten, wenn es darauf ankommt? Das war eine der zentralen Fragen, denen der Sportpsychologe nachging. Jahrelang hat Prof. Eberspächer mit Leistungssportlern gearbeitet und Trainingskonzepte zur Leistungsoptimierung erstellt. Die von ihm entwickelte Methode des mentalen Trainings lässt sich problemlos vom Sport auf die Arbeitswelt in Unternehmen übertragen. Das Publikum folgte den Ausführungen und Gedankenexperimenten des Referenten daher sehr gespannt.
Was Manager von Sportlern lernen können
Eine sportliche Spitzenleistung hängt von drei Faktoren ab: der biologischen Voraussetzung, den Umgebungsbedingungen und der mentalen Disposition. Um Höchstleistungen zu bringen, müssen sich alle drei Bereiche gegenseitig unterstützen, also Synergien erzeugen. Der Faktor „mentale Disposition“ wird häufig unter dem Begriff „Soft Skills“ zusammengefasst und beständig unterschätzt. Denn nach Meinung des Sportpsychologen spielt genau dieser Bereich die alles entscheidende Rolle, um Spitzenergebnisse zu erzielen. Lohnt es sich also, das Mentale zu trainieren? „Ja“, sagte Prof. Eberspächer. „Denn im Extremfall kann das Mentale nahezu 100 Prozent ausmachen.“
Zwischen sportlichen Wettbewerbs- und beruflichen Stresssituationen gibt es zahlreiche Parallelen. Prof. Eberspächer zählte fünf Bedingungen auf, die Weiterlesen–>
Das Zollkriminalamt (ZKA) mit Sitz in Köln hat für sein internes Informationssystem die Software INZOLL entwickelt, mit der bereits 5.200 Zollmitarbeiter arbeiten. TTS hat im Rahmen einer Ausschreibung des ZKA den Zuschlag erhalten, auf Grundlage von Präsenzschulungen, die das ZKA bereits durchführt, Web Based Trainings in einem Umfang von 1.080 Ablaufminuten zu erstellen.

Das Zollkriminalamt in Köln schult Mitarbeiter mit Web Based Trainings von TTS.
Die Mitarbeiter des ZKA sollen mit den Web Based Trainings Anwendungen der Informationssoftware INZOLL erlernen und Kenntnisse vertiefen. Zunächst stellen die E-Learnings eine Ergänzung zu den bereits vorhandenen Präsenzschulungen dar und geben deren Inhalte wieder. Im weiteren Verlauf sollen die Trainings die Weiterentwicklungen von INZOLL aufgreifen und den Mitarbeitern deren Inhalte in Form von E-Learnings vermitteln. Das Zollkriminalamt, im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Finanzen verankert, ist eine Zentralstelle für den Zollfahndungsdienst und für das Auskunfts- und Nachrichtenwesen der Zollverwaltung. Ihr obliegt als Zentralstelle für den Zollfahndungsdienst die Aufgabe, dessen Ermittlungen zu koordinieren und zu lenken. Dazu gehört auch, dass das ZKA alle erforderlichen Informationen sammelt, auswertet und an andere Zolldienststellen weiterleitet. Für das komplexe Informationswesen hat das ZKA die eigene Software INZOLL entwickelt und bereits in Betrieb genommen. Weiterlesen–>