Evonik, der kreative Industriekonzern aus Deutschland, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Die Aktivitäten des Konzerns sind auf die wichtigen Megatrends Gesundheit und Ernährung, Ressourceneffizienz sowie Globalisierung konzentriert. Evonik profitiert besonders von seiner Innovationskraft und seinen integrierten Technologieplattformen. Mit mehr als 34.000 Mitarbeitern ist Evonik in über 100 Ländern der Welt aktiv. Der Bevölkerung bekannt ist der Konzern aber auch als Sponsor des Deutschen Fußballmeisters 2011, Borussia Dortmund.

Michael Abt, Consultant Personalprozesse bei Evonik: „Wie schafft man es, E-Learning ohne Marketing an den Mann zu bringen? Gar nicht.“
„Wer einen hohen Turm bauen will, muss lange am Fundament verweilen“
Bei so einem umfangreichen Projekt wie der Einführung einer unternehmensweiten Bildungs- und Unternehmensplattform ist es wichtig, dass man sich Zeit lässt. Von der Idee bis zur Freischaltung der Plattform vergingen fast drei Jahre, „aber die Zeit muss man sich nehmen“, erläuterte Michael Abt, Consultant Personalprozesse bei Evonik, im Rahmen des TTS Knowledge Transfer Forums 2011. Nach der Budgetfreigabe des Vorstandes wurde im Februar 2000 eine konzernweite „Arbeitsgruppe E-Learning“ gegründet, die sich aus Mitarbeitern verschiedener Standorte zusammensetzte, die sich mit dem Thema beschäftigen wollten. Im Mai 2000 startete die Testphase im Intranet, die bis zum Jahresende lief. Anschließend wurden im April 2001 die Mitarbeiter mit Fragebögen und in Einzelinterviews nach ihren Erfahrungen mit der Bildungsplattform befragt. Im September des gleichen Jahres stellte die Arbeitsgruppe das Konzept zur Einführung von E-Learning im Konzern vor. Im Juni 2002 war die selbstentwickelte Bildungsplattform „Future Zone“ fertig gestellt und ein konzernweites Marketing- und Kommunikationskonzept für deren Einführung wurde entwickelt. Im November 2002 schließlich erfolgte die Freischaltung der „Future Zone“ und es startete eine Einführungsphase, die bis Ende Juni 2003 lief. „Zwischen den einzelnen Schritten wurden die Mitarbeiter immer wieder per Newsletter, Mitarbeitermagazin, Intranet, Aushängen etc. informiert“, berichtete Abt. „Überall, wo man kommunizieren konnte, haben wir die Mitarbeiter abgeholt.“
Ohne Marketing geht nichts
Die Bildungsplattform wird seither innerhalb des Konzerns sehr gut angenommen. Den Hauptgrund sieht Abt darin, dass eine Weiterlesen–>