Dr. Ulrich Lenz, Vice President Learning Systems & Controlling, stellte dar, wie E.ON Talente entwickelt, Lernprozesse harmonisiert und die Steuerbarkeit mit Hilfe des Learning Management Systems (LMS) „E.ON Academy online“ verbessert.

Dr. Ulrich Lenz, Vice President Learning Systems & Controlling – E.ON AG: „Lernen muss im Business systematisch verankert sein.“
E.ON ist eines der weltweit größten privaten Strom- und Gasunternehmen mit über 88.000 Mitarbeitern, wovon über die Hälfte außerhalb Deutschlands arbeitet. Der international aufgestellte Konzern ist aus der Fusion der VEBA AG und der VIAG AG entstanden und ist im Juni 2010 zehn Jahre alt geworden. Diese Historie bedingt das Vorhandensein unterschiedlicher Kulturen im Unternehmen, die bei der Einführung gemeinsamer Systeme auch im Bereich Talent Management berücksichtigt und integriert werden müssen.
Talent Management als kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen
„Auch in sogenannten „asset-based“ Unternehmen, wie E.ON eines ist, wird Talent Management zum kritischen Erfolgsfaktor“, betonte Ulrich Lenz. „Daher ist es notwendig, Lernen und Kompetenzmanagement eng mit der Unternehmensstrategie zu verknüpfen.“ Aus diesem Grund überarbeitete E.ON das Kompetenzmodell für Führungskräfte und führte es neu ein. Darüber hinaus soll ein korrespondierendes Modell für alle Mitarbeiter etabliert werden. Außerdem setzt das Unternehmen verstärkt auf virtuelle Teamarbeit in der vorhandenen internationalen Organisation. Zeitgleich zu dieser Neuausrichtung im Talent Management wurde begonnen, Prozesse im Learning and Development konzernweit zu harmonisieren, „Ziel dieser Weiterentwicklungen war es, Lernen nutzerorientierter zu gestalten, durch Talent Management und lebenslanges Lernen rechtzeitig Problemen der demografischen Entwicklung entgegen zu wirken und die Diversität im Konzern zu fördern“, erklärte Lenz. „Wir wollen unsere heute bereits erfolgreiche Arbeitgebermarke im externern Bewerbermarkt weiter entwickeln, interne Netzwerke und Communities ausbauen sowie die Instrumente im Talent Management überarbeiten. Dies wird begleitet durch einen Wandel der Lernkultur.“ Mitarbeiter wollen zunehmend selbstverantwortlich lernen – orientiert am Weiterlesen–>
Dr. Matthias Geselle, Senior Director Global Business Process and Data Management, gab Einblicke in den Aufbau einer globalen Trainingsplattform für SAP-Einführungsprojekte bei der Merck KGaA.

Dr. Matthias Geselle: „Für den Erfolg eines Trainings entscheidend ist nicht nur die Durchführung, sondern auch die Trainingsvorbereitung, -planung bis hin zur Lernkontrolle.“
Das weltweit tätige Pharma- und Chemieunternehmen Merck mit rund 40.000 Mitarbeitern in 64 Ländern entschied im Jahr 2004, weltweit standardisierte und harmonisierte Geschäftsprozesse auf Basis eines globalen SAP Templates zu etablieren. Der dadurch entstandene Schulungsbedarf der Mitarbeiter sollte durch 1.200 sogenannte „Learning Objects“ gedeckt werden, die als Basis für die Schulungsunterlagen in den Rollout-Projekten dienen sollte. Eine zentrale und einheitlich strukturierte Ablage der Trainingsmaterialien existierte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Und auch die Planung und Durchführung der Trainingsaktivitäten erfolgten in jedem Projekt individuell, basierend auf den Erfahrungen vorangegangener Projekte. „Da es weder für die Vorbereitung noch für die Durchführung der Trainings eine einheitliche Vorgehensweise gab, war der Aufwand für die Erstellung der Trainingsunterlagen sowie der Trainingsvorbereitung und –durchführung entsprechend hoch“, beschrieb Dr. Geselle die Ausgangsproblematik. Aufgrund der Zunahme parallel laufender Projekte und einer geforderten Verkürzung der Projektlaufzeit war es notwendig, die Trainingsstrategie anzupassen.
Globales Lernen erfordert eine einheitliche Trainingsstrategie
Die bisherigen Erfahrungen hatten gezeigt, dass eine Standardisierung der Werkzeuge und Methoden notwendig war. “Ab Mitte 2008 haben wir dann begonnen, die Unterlagen zu standardisieren und eine globale Trainingsbibliothek aufzubauen“, berichtete Dr. Geselle. Diese Bibliothek ist das Herzstück der neuen Trainingsstrategie. In ihr werden alle globalen Trainingsmaterialien, die für die Präsenzschulungen in den Rollout-Projekten benötigt werden, in einer einheitlichen Qualität und Struktur bereitgestellt. Die Bibliothek sollte vor allem für die Nutzer einfach zugänglich sein. Ziel war die Strukturierung der Unterlagen nach Weiterlesen–>