
Jörg Geulen: "Happy Blogging!"
Lebendig und intensiv diskutiert die TTS GmbH seit zehn Jahren das Thema Wissenstransfer in Unternehmen mit bestehenden und potenziellen Kunden. Eine unserer Kommunikationsplattformen ist das jährliche TTS Knowledge Transfer Forum. Was als Kundenevent in kleinem Rahmen begann, hat sich bis zur diesjährigen Jubiläumsveranstaltung zu einem branchenweit bekannten Forum entwickelt.
Getreu dem TTS Unternehmensmotto „Wissen weitergeben“ stellen wir Ihnen nun in diesem neuen Wissenstransfer-Blog regelmäßig Fachbeiträge als redaktionelle Nachberichterstattung zum Forum und weitere aktuelle Themen zur Verfügung. Der Blog-Auftakt startet mit zwei Präsentationszusammenfassungen aus den Themenbereichen Talent Management und Knowledge Technologies. Kommentare Ihrerseits sind ausdrücklich erwünscht!
Dr. Philipp Hölzle, Director und Partner bei der Kienbaum Management Consultants GmbH über verzichtbare und unverzichtbare Talent Management Maßnahmen

Dr. Philipp Hölzle: „Auch bei uns intern ist Talent Management das A und O.“
In stürmischen Zeiten wird der Bereich Talent Management gerne auf den Prüfstand gestellt, um zu klären, welche Maßnahmen eingespart werden können. Das ist aus unternehmerischer Perspektive durchaus sinnvoll, sollte jedoch strategisch angegangen werden, lautet die Devise von Dr. Philipp Hölzle, Director und Partner bei der Kienbaum Management Consultants GmbH: „Glücklicherweise haben die meisten Unternehmen aus der letzten Krise gelernt und gehen bei Einsparmaßnahmen nicht mehr ganz so radikal vor, da ein rigides Kostenmanagement auch Gefahrenpotenziale birgt.“ Zum einen riskiert das Unternehmen, seine Potenzialträger zu verlieren, zum anderen gefährdet es sein Arbeitgeberimage, das in den meisten Fällen über viele Jahre sorgfältig aufgebaut wurde. Im schlimmsten Falle können sich harte Einschnitte in der Zeit nach der Krise als Wachstumsbremse auswirken.
„Chirurgisch platzierte“ Eingriffe bei der Einsparung sind daher geeigneter. Welche Maßnahmen in Krisenzeiten die passenden sind, hängt ganz davon ab, in welcher Lage sich das Unternehmen aktuell befindet. „Wir bei Kienbaum unterscheiden zur Einordnung von Firmen daher drei Phasen: ‚Überleben sichern’, ’auf Sicht fahren’ und ‚Wachstumspfad einschlagen’“, führte Hölzle aus.
Heiko Held, Training Manager bei Henkel, zeigte auf, wie E-Learnings zur Unterstützung des weltweiten Wissenstransfers eingesetzt werden

Heiko Held: „Human Capital ist bei Henkel ein hochgeschätzter Wert.“
Henkel stand vor einem Problem: Trotz sinkender Mitarbeiterzahlen blieb die Teilnehmeranzahl in den Präsenztrainings konstant hoch. Bei der Frage, wie man hier Kosten einsparen könnte, stieß man 1998 schnell auf E-Learning. Die zarte Pflanze wuchs, je mehr Nutzer Zugriff auf einen PC hatten.
Weiterbildung spielt bei Henkel eine große Rolle und man konzentriert sich auf vier Kategorien, nämlich Leadership & Management, Business Communication, Information Technology (IT) und Professional Competence. Alle Trainings unterliegen bei Henkel bestimmten Standards, damit weltweit die gleichen Inhalte auf dem gleichen Level geschult werden. Eine Re-Recording Funktion, um die Lerninhalte in die einzelnen Sprachen zu übersetzen, war deshalb eine der Grundvoraussetzungen, die das E-Learning Tool erfüllen musste. Das E-Learning selbst wird immer in Blended Learning Konzepten durchgeführt, also einer Mischung aus Präsenztrainings und E-Learning. Zu den Besonderheiten gehört auch, dass mit externen Trainern gearbeitet wird, welche die von Henkel vorgegebenen Lerninhalte vermitteln müssen. Zudem werden weder Schulungsunterlagen noch Handbücher ausgegeben. Diese stehen als E-Learning (nicht als Download!) auf der Lernplattform bereit. Lernen durch Tun ist hier die Devise.